Blutarmut Symptome – Müdigkeit, Blässe und mehr

Blutarmut ist ein Begriff, der im allgemeinen Sprachgebrauch für die klinische Diagnose Anämie, das heißt, den Mangel an roten Blutkörperchen (Erythrozyten) gebraucht wird. Blutarmut Symptome treten bei bestimmten Risikogruppen häufiger auf als bei anderen. Lesen Sie im Folgenden mehr über die Hintergründe und Behandlungsmöglichkeiten.

Blut ist ein besonderer Saft: Warum macht Blutarmut blass?

Das Blut setzt sich aus dem Plasma, das heißt dem nicht-zellulären Anteil und den Blutzellen zusammen. Die Zellen des Blutes umfassen drei Gruppen: die weißen Blutzellen (Leukozyten), die für die Abwehr gegen Infektionen verantwortlich sind, die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die den Sauerstoff zu den verschiedenen Organen transportieren und den Blutplättchen (Thrombozyten), die an der Blutstillung nach einer Verletzung beteiligt sind.

Die Erythrozyten stellen den überwiegenden Anteil im Blut dar. Sie enthalten das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, der maßgeblich in die wichtigste Aufgabe der Erythrozyten, nämlich den Sauerstoff-Transport involviert ist.​

Bei einem Mangel an Hämoglobin oder roten Blutkörperchen ist der Sauerstofftransport beeinträchtigt. Als Folge treten bei den Patienten Blutarmut Symptome, wie Müdigkeit, Blässe, Leistungsschwäche, Herzrasen und Schwindelgefühle auf.

Eisenmangel als häufigste Ursache

Die Lebensdauer der roten Blutkörperchen beträgt etwa vier Monate, so dass der Körper kontinuierlich für Nachschub sorgen muss. Veränderungen, die die Entwicklung der Erythrozyten beeinflussen, wie auch solche, die zu einer verkürzten Lebensdauer, einem Verlust bzw. einem vermehrten Abbau führen, verringern die Zahl der funktionstüchtigen Erythrozyten. Die größte Bedeutung haben Störungen, die die Bildung der roten Blutkörperchen betreffen.

Für deren Reifung werden unter anderem Stoffe, wie Eisen, Folsäure und Vitamin B12 benötigt. Am häufigsten (zirka 80 Prozent) wird Eisenmangel diagnostiziert, der durch eine nicht ausreichende Zufuhr, beispielsweise über die Nahrung, bedingt ist. Betroffen sind Schwangere, Stillende, Vegetarier oder Patienten mit Ernährungsstörungen.

Der tägliche Bedarf an Eisen verdoppelt sich in der Schwangerschaft bzw. während der Stillperiode. Den höchsten Anteil an Eisen haben Nahrungsmittel fleischlicher Herkunft. Zum Vergleich: Parmesankäse enthält etwa die Hälfte des Eisens von Rind-, Kalb- oder Schweinefleisch.

Das könnte Sie interessieren: Informationen zu eisenhaltiger Ernährung sowie eine Tabelle mit eisenhaltigen Lebensmitteln.

Blutarmut Symptome: Erkennen eines Eisenmangels

Allgemein auftretende Blutarmut Symptome können durch zusätzliche Veränderungen an den Fingernägeln (Risse, Dellen, Brüche), schlecht heilende Risse an den Mundwinkeln, Haarausfall oder Entzündungen in der Mundschleimhaut auf einen Eisenmangel als Ursache hinweisen. Spätestens jetzt sollte man sich einer Blutuntersuchung unterziehen.

Die Konzentration des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) und der Hämatokritwert als Maß für den Anteil der Zellen im Blut sind allgemeine Marker für das Vorliegen einer Anämie. In einem Blutausstrich werden die Form und Größe der roten Blutkörperchen beurteilt und möglicherweise weitere Hinweise auf einen Eisenmangel sichtbar.

Schließlich liefern spezifische Eisenwerte, wie die Konzentration von Eisen selbst, der Gehalt an Eisentransport- oder Speicher-Eiweißen ausreichende Informationen zur Erklärung der Blutarmut Symptome und für die Diagnose: Blutarmut infolge eines Eisenmangels.

About the author

Sebastian Schäffer

Sebastian ist Chefredakteur von HealthHacks.de, studierter Informationswissenschaftler und passionierter Gesundheitsfreak. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Themen rund um gesunde Ernährung, Sport und "Habit Building" - immer mit dem Fokus auf eine alltagstaugliche Umsetzung.