Low Carb Pizza als leckere Alternative zur Kalorienbombe

Low Carb Pizza als leckere Alternative zur Kalorienbombe

low carb pizza

Weshalb Low Carb Pizza? Ganz einfach: „Low carb“-Ernährung, also eine Ernährung, die größtenteils auf Kohlenhydrate verzichtet, hat sich in den letzten Jahren absolut etabliert. Die Aufnahme von Kohlenhydraten einzuschränken kann zum Gewichtsverlust beitragen und soll auch weitere gesundheitliche Vorteile bringen.

Das große Problem dabei: Wir sind so an eine kohlenhydrathaltige Ernährung gewöhnt, dass wir nur auf süßes Gebäck, sondern auch auf so leckere Mahlzeiten wie Pasta oder Pizza nur ungern verzichten wollen.

Wenn man sich jedoch bewusst macht, dass bei den meisten Gerichten der Geschmack hauptsächlich von den anderen Zutaten kommt, und die Kohlenhydrate, ob nun in Form von Brot, Nudeln oder eben Pizzaboden wirklich nur die „Unterlage“ sind, fällt der Schritt zur Low-Carb-Ernährung deutlich leichter.

Ein zusätzliches Plus: Bei vielen Rezepten, wie etwa bei unserem Rezept für Pizza ohne Kohlenhydrate, werden die kohlenhydrathaltigen Bestandteile durch Gemüse ersetzt, das die Ernährung noch gesünder macht.​

Vorteile der Low-Carb-Ernährung​

Eine kohlenhydratreduzierte Ernährung kann dabei helfen, unerwünschtes Gewicht loszuwerden. Quasi als positiver Nebeneffekt kann sie generell zu einer bewussteren Ernährungsweise führen, wenn man sich eben mehr Gedanken darüber macht, wie man die Mahlzeiten zusammenstellt. Man verlässt sich ja eben nicht mehr nur auf Nudeln, Reis und Brot, sondern baut den Ernährungsplan ganz anders auf.

Gerade auch Gerichte wie Low-Carb-Pizza, oder genauer gesagt ein Low Carb Pizzaboden sind selbstverständlich auch geeignet für Menschen mit Glutenunverträglichkeit. Kohlenhydratarme Ernährung soll auch bei verschiedenen Stoffwechselerkrankungen eine positive Wirkung haben, etwa bei Diabetes.

Wie mache ich einen Low Carb Pizzateig?​

Eine Low-Carb-Pizza ist ein guter Einstieg in eine kohlenhydratreduzierte Ernährungsweise, schließlich lieben die meisten Menschen vor allem den Belag der Pizza. Nun besteht der klassische Pizzateig allerdings aus Mehl – also was tun?

Wenn Sie ein bisschen Kocherfahrung haben, dann wissen Sie, dass Sie eigentlich nur eine Unterlage für Ihre Low-Carb-Pizza brauchen, denn mehr ist der Teig ja nicht. Es gibt verschiedene Alternativen, bei denen der traditionelle Hefeteig durch unterschiedliche Gemüsesorten oder sogar durch Thunfisch ersetzt wird.​

Tipps für Low-Carb-Pizzaböden

Zeitsparer: Generell sind Pizzaböden aus geraspeltem Gemüse eine schnelle und leckere Alternative zum Hefeteig.

Die beste Konsistenz und den besten Geschmack erhalten diese Böden, wenn Sie das geraspelte Gemüse mit Eiern, Käse und etwas Mandel- oder Kokosmehl mischen.

Wenn Ihnen Low Carb nicht so wichtig ist, Sie aber auf Gluten verzichten wollen oder müssen, dann können Sie einen leckeren Pizzaboden auch mit geraspelten Kartoffeln anstelle von geraspelten Zucchini backen.

Sie können jedes Rezept für Gemüsepuffer oder –bratlinge auch als Pizzabodenrezept verwenden!

Eine Pizza mit Gemüseboden ist auch eine tolle Idee, wenn man Gemüse übrig hat und es verarbeiten will. Die Karotten sind ein bisschen schlapp? Im Sommer werden Sie von Zucchini fast überschwemmt? Kein Problem, machen Sie einfach einen Pizzaboden daraus.

Ideal für Fleischliebhaber: Weil das Gemüse sozusagen schon eingebaut ist, dürfen Freunde des fleischhaltigen Pizzabelages auch eine zusätzliche Scheibe Schinken oder eine Handvoll Käse mehr verwenden, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Ganz auf Kohlenhydrate verzichten?

Eine Ernährung praktisch ohne Kohlenhydrate ist zwar theoretisch möglich, muss aber sehr gut geplant werden. Für die meisten Menschen ist das weder praktikabel, noch ist es wirklich sinnvoll, denn hochwertige Kohlenhydrate – etwa aus Vollkornprodukten - sind die Bestandteile der Ernährung, die für schnelle und auch langanhaltende Sättigung sorgen. Bedenken Sie auch, dass es durchaus eine Kostenfrage sein kann, auf die günstigen „Sättigungsbeilagen“ wie Nudeln oder Reis zu verzichten.

Bei unserer typischen Ernährung ist es sinnvoll und möglich, die Menge der Kohlenhydrate zu reduzieren, und mit so leckeren Alternativen wie der Low-Carb-Pizza schränken Sie wirklich nur die Kohlenhydrate ein, aber nicht den Genuss.​

Rezepte für Low-Carb-Pizzaböden​

Low Carb Pizza mit Blumenkohl


Blumenkohl ist kein so aufregendes Gemüse wie etwa Tomaten, Kürbis oder Spinat – für einen Pizzaboden ist er aber sehr gut geeignet.

Zutaten

  • 300 g rohen Blumenkohl
  • 2 Eier, verquirlt
  • 150 g geriebenen Käse
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung

1. Zerkleinern Sie den rohen Blumenkohl in der Küchenmaschine, bis kleine Krümel entstehen. Falls Sie keine Küchenmaschine haben: Das funktioniert auch mit dem Messer, dauert aber etwas länger.

2. Vermischen Sie Blumenkohlkrümel, Eier, Käse und Gewürzen zu einem gleichmäßigen Teig. Verteilen Sie den Teig auf einem mit Backpapier belegten Backblech. Dünn ausstreichen, damit der Boden gar wird!

3. Backen Sie den Boden bei 180°C (Umluft), bis er leicht gebräunt ist. Der Boden sollte fest, aber nicht hart sein.

4. Der Boden kann nach Belieben (mit Tomatensauce, Gemüse, Schinken, Käse etc.) belegt werden und wird dann bis zur gewünschten Farbe und Knusprigkeit weitergebacken.​

Low Carb Pizza mit Thunfisch


Während der Pizzaboden mit Blumenkohl für fast alle geeignet ist (wer es nicht weiß, merkt nicht einmal, dass der Boden aus Blumenkohl besteht!), muss man für diese Variante Thunfisch mögen. Das Rezept ist also ideal geeignet für alle die, die gerne Thunfisch AUF der Pizza essen.

Zutaten

  • 2 Dosen Thunfisch naturel (je ca. 180 g)
  • 400 g Hüttenkäse
  • 4 Eier
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung

1. Ofen auf 200 °C (Umluft) vorheizen.

2. Thunfisch gut abtropfen lassen und mit dem Hüttenkäse, den Eiern und den Gewürzen zu einem gleichmäßigen Teig verrühren. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verstreichen und etwa 25 Minuten lang backen, bis der Boden leicht gebräunt ist.

3. Nun kann der Boden nach Belieben belegt und in etwa 10 Minuten fertig gebacken werden.​

Low-Carb-Pizza mit Aubergine


Diese Low-Carb-Pizza hat keinen Boden, der einen normalen Pizzateig nachahmt. Dafür schmeckt sie unglaublich lecker und mediterran!

Zutaten

  • 1 große Aubergine
  • Salz zum Bestreuen
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung

1. Aubergine in dünne Scheiben schneiden, in eine Schüssel geben und salzen. Etwa 20 Minuten ruhen lassen.

2. Ofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen.

3. Auberginenscheiben abspülen und trockentupfen, dann überlappend auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Leicht mit Olivenöl bepinseln und etwa 15 Minuten vorbacken.

4. Dann kann der Boden nach Belieben belegt und fertig gebacken werden.​

Low-Carb-Pizza mit Zucchini


Dieser Pizzaboden ist nicht nur Low Carb und vegetarisch, sondern auch besonders lecker - und ideal für alle Gartenbesitzer, die im Sommer kaum noch wissen, wie sie ihre Zucchini verwerten sollen.

Zutaten

  • 1 große Zucchini
  • 1 Esslöffel Salz
  • 150 g geriebenen Mozzarella
  • 5 Esslöffel Mandelmehl
  • 3 Esslöffel fein geriebenen Parmesan
  • 1 Ei
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung

1. Zucchini raspeln oder in der Küchenmaschine zerkleinern und mit 1 Esslöffel Salz vermischen.

2. Auf dem Herd oder in der Mikrowelle 5 Minuten lang erhitzen.

3. In einem feinen Sieb abkühlen und abtropfen lassen.

4. Aus den abgekühlten Zucchiniraspeln so viel Flüssigkeit wie möglich herausdrücken.

5. Ofen auf 210°C (Umluft) vorheizen.

6. Geraspelte Zucchini mit den restlichen Zutaten vermischen und auf einem mit Backpapier belegten Backblech verstreichen oder zwei runde Pizzaböden formen.

7. Im Ofen backen, bis der Boden fest wird und leicht gebräunt ist (ca. 12 bis 13 Minuten).

8. Jetzt kann der Boden nach Belieben belegt und fertig gebacken werden.​

Low-Carb-Pizza mit Mandelmehl


Dieser Pizzateig ist besonders schnell fertig. Eine interessante Geschmacksvariante lässt sich erzielen, wenn das Mandelmehl durch Kokosmehl ersetzt wird.

Zutaten

  • 250 g Mandelmehl
  • 2 Eier
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung

1. Ofen auf 160 °C (Umluft) vorheizen.

2. Zutaten zu einem glatten Teig verrühren. Der Teig sollte nicht kleben; ist er zu klebrig, etwas mehr Mandelmehl zugeben.

3. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech rund ausrollen bzw. –drücken, oder ein rundes Pizzabackblech verwenden. Boden etwa 15 Minuten backen.

4. Dann kann der Boden nach Belieben belegt und fertig gebacken werden.

Bildquellen:

© belchonock / 123RF

About the author

Sebastian Schäffer

Sebastian ist Chefredakteur von HealthHacks.de, studierter Informationswissenschaftler und passionierter Gesundheitsfreak. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Themen rund um gesunde Ernährung, Sport und "Habit Building" - immer mit dem Fokus auf eine alltagstaugliche Umsetzung.

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