Glutenfreie Pizza - So zaubern Sie Ihre Pizza ohne Gluten!

Glutenfreie Pizza – So zaubern Sie Ihre Pizza ohne Gluten

Bild einer glutenfreien Pizza

Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) ist eine der tückischsten Unverträglichkeiten, denn Gluten steckt in scheinbar jedem Lebensmittel unserer westlichen Welt. Wer unter Zöliakie leidet, bekommt von Leckereien wie Pizza schmerzhafte Bauchkrämpfe und wird immer in der Zwickmühle stecken, wenn der Heißhunger auf eine Pizza aufkommt. Pizzateig besteht traditionell aus Weizenmehl, jedoch gibt es dazu glutenfreie und sogar wesentlich gesündere Alternativen. Denn auch eine glutenfreie Pizza schmeckt lecker und ist einfach selbst herzustellen.

Pizzateig mit Weizenmehl - die Gluten-Bombe

Die größte Vorsicht bei der Pizza ist beim Pizzateig geboten. In den meisten Restaurants wird mit preiswertem Weizenmehl gearbeitet, wie es bei so vielen Lebensmitteln der Fall ist. Somit bliebe bei Glutenunverträglichkeit nur der Belag übrig, und der schmeckt allein natürlich nicht. Eine glutenfreie Pizza braucht also einen anderen Boden, und zwar ohne Weizenmehl.

Speziell fürs Backen gibt es glutenfreie Mehlsorten, die aus anderen Getreidearten hergestellt werden. Meistens handelt es sich dabei um Mais. Die Maiskörner werden sehr fein gemahlen wie bei herkömmlichem Weizenmehl, sodass sich die Konsistenz des Pizzateigs nicht wesentlich verändert. Nicht zu verwechseln ist Maismehl mit anderen Lebensmitteln aus gemahlenem Mais wie Polenta.

Maismehl

Dieses ist grobkörniger, eignet sich zwar auch für Pizzaböden, aber mit einer anderen Rezeptur. Soll nur das Mehl im Pizzateig-Rezept durch eine glutenfreie Alternative ersetzt werden, muss das mit glutenfreiem Mehl geschehen. Andere geeignete Mehle sind Reis-, Kastanien- oder Buchweizenmehl, die ebenfalls einen recht klassischen Pizzateigboden ergeben.​

Pizzaboden aus Polenta und Co.

Wenn es ein klassischer Pizzateig werden soll, nur ohne schädliches Gluten, muss glutenfreies, feines Mehl verwendet werden. Allerdings gibt es auch andere Alternativen - der Pizzaboden wird dadurch zwar nicht fluffig-teigig, aber garantiert glutenfrei. Die Polenta-Pizza erfreut sich etwa immer größerer Beliebtheit und kommt vollkommen ohne Mehl aus.

Der Boden wird etwas knackiger, kann aber genauso belegt werden und macht sehr satt. Kichererbsen (Hummus) lassen sich gebacken ebenfalls als Pizzaboden verwenden. Gemüse wie Zucchini, Auberginen und Kartoffeln können wie kleine Pizzabrötchen belegt werden, auch wenn es natürlich fraglich ist, ob sie noch als Pizza durchgehen. Eins steht fest: lecker sind auch diese "Pizzen" auf jeden Fall!​

Im Pizzabelag liegt die (glutenhaltige) Würze

Eine glutenfreie Pizza braucht nicht nur ein geeignetes Rezept für den Teig, auch beim Belag müssen Glutenunverträgliche vorsichtig sein. In konserviertem Belag steckt häufig Gluten, wenn auch nur in Spuren. Gemüse beispielsweise ist normalerweise unbedenklich, auch TK-Gemüse ist in Ordnung. Champignons aus dem Glas könnten wiederum in Spuren Gluten enthalten.

Fettreduzierter Käse ist ebenfalls gefährlich, stattdessen sollte man zur natürlichen und herkömmlichen Variante greifen. Fisch oder Meerestiere mit fertiger Sauce könnten durch die Saucenbeilage glutenhaltig sein, auf die Pizza kommen sie also lieber pur - das wiederum ist völlig in Ordnung.

Von der Wurst (Salami, Wiener, Kochschinken) lässt man lieber ebenfalls die Finger - eine Alternative für eine Pizza ohne Gluten wäre Hackfleisch, ebenfalls lecker schmeckt Roastbeef von der Frischetheke. In eingelegter oder verpackter Wurst steckt viel zu oft ein glutenhaltiges Konservierungsmittel.

Den letzten Schliff verleiht man der Pizza gern mit etwas Pizzagewürz - mit Glutenunverträglichkeit aber eher nicht. Gewürzmischungen haben es in sich, lieber stellt man sich seine eigene Mischung zusammen. Diese kann auch in der Tomatensoße verwendet werden, die sich aus etwas Tomatenmark und Wasser ebenfalls glutenfrei selbermachen lässt.

Die 5 größten Gluten-Fallen bei Pizza:

  • Der Teig: viele Mehle enthalten Gluten, geeignet sind beispielsweise Mais-, Reis-, Kastanien- oder Buchweizenmehl.
  • Die Rezepte: wer herkömmliches Weizenmehl etwa durch Polenta tauschen will, braucht aufgrund der gröberen Beschaffenheit von Polenta und Co. ein angepasstes Rezept.
  • Die Tomatensoße: Fertig-Tomatensoße ist oft (in Spuren) glutenhaltig, Konservierungsmittel sind die Übeltäter.
  • Der Belag: viele fertige Wurstwaren oder eingelegte Gemüsesorten enthalten glutenhaltige Konservierungsmittel und sollten achtsam oder lieber gleich frisch gekauft werden.
  • Die Gewürzmischung: fertige Gewürzmischungen enthalten ebenfalls Konservierungsstoffe mit Spuren von Gluten, was vermieden werden sollte - Gewürze kann man auch selbst zusammenstellen

Bildquellen:

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About the author

Sebastian Schäffer

Sebastian ist Chefredakteur von HealthHacks.de, studierter Informationswissenschaftler und passionierter Gesundheitsfreak. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Themen rund um gesunde Ernährung, Sport und "Habit Building" - immer mit dem Fokus auf eine alltagstaugliche Umsetzung.

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